Ratgeber

Das Problem

„Du möchtest endlich wissen, wie du Mensch, Familie und Hund verbinden kannst?"
„Dein Hund soll ein verlässliches Familienmitglied und Sozialpartner sein?"

„Ein schönes Leben mit deinem Partner bzw. Familie soll durch deinen Hund bereichert werden?"

Du kennst solche Wunschgedanken und diese dürfen endlich in Erfüllung gehen? Als Hundepsychologe und Coach kann ich dir dabei helfen. Ziel meiner Arbeit ist, eine nachhaltige Verhaltensänderung zu schaffen. Bei deinem Hund – und dir.

Probleme entstehen, weil Bedürfnisse ignoriert werden

Viele Probleme werden durch Unkenntnis hervorgerufen. Weil wir die Bedürfnisse des Hundes und dessen Motivation nicht kennen und somit natürlich auch nicht richtig darauf eingehen können. Ich erlebe viele Situationen, in denen klar wird, dass zum einen die Grundbedürfnisse des Hundes nicht bedient werden, der Hund sich allgemein sehr schlecht fühlt und sehr gestresst ist, was häufig zu  einem unvorteilhaften Verhalten führt. Bei uns Menschen ist es doch genau so. Wenn wir in einem gestressten Dauerzustand leben, Stress mit Nachbarn, Job, Familie,..., haben wir irgendwann auch keine Möglichkeit mehr, uns gut zu verhalten. Der kleinste Reiz kann dazu führen, dass wir uns schmollend zurück ziehen, Panik bekommen oder aggressiv werden. Die Herausforderung ist, den allgemeinen und situationsspezifischen emotionalen Zustand des Hundes zu erkennen und ihn - wenn notwendig - mit den richtigen Mitteln zu verbessern. Bessere Gefühle führen zu besseren Verhalten.

Die Reaktion der meisten Menschen darauf ist jedoch häufig, den Hund durch Kommandogehorsam in ein besseres Verhalten zu zwingen und genau das beeinflusst den Hund zusätzlich negativ und stresst ihn nur noch mehr. In der Konsequenz verhält sich der Hund noch schlechter, das Problem wird langfristig verstärkt und sein Mensch fühlt sich dadurch ebenfalls schlechter. Es entsteht quasi eine Spirale der schlechten Gefühle, was die Beziehung zwischen Hund und Halter noch stärker belastet. Schlechte Gefühle ziehen schlechtes Verhalten nach sich - bei Hund und Halter.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist der Mensch selbst. Auch unsere eigenen Bedürfnisse und Werte spielen eine große Rolle, denn diese bestimmen unsere Gefühle und Verhalten. Ich stelle gern die Frage an meine Klienten: Wie fühlst Du Dich? Steckst Du im Leben deiner Träume? Und wenn nicht - wie würde denn das Leben deiner Träume aussehen?

Dahinter steckt die Überlegung, dass, wenn Menschen ein Leben leben, was nicht ihren Vorstellungen oder auch Werten entspricht, sich diese Menschen allgemein unwohl fühlen und sich auch entsprechend verhalten.

Und wie will man denn Partner und Führungspersönlichkeit für seinen Hund und andere sein, wenn man selbst mit sich nicht im Reinen ist?

Auch so etwas erlebe ich sehr häufig in meinen Coachings. Oftmals sind Probleme sehr tiefsitzend und haben sich durch sogenannten Glaubenssätzen manifestiert. Diese gilt es aufzulösen, damit die Mensch-Hunde-Beziehung durchatmen und eine neue Richtung bekommen kann. Selbstverständlich ist damit nicht nur Selbsterkenntnis verbunden, sondern auch eine veränderte Interpretation des hündischen Verhaltens. Im Moment kann der Hund nicht anders und der Halter meistens auch nicht, denn jeder - egal ob Mensch oder Hund - verhält sich in jedem Moment seines Lebens entsprechend seiner besten Option und es gilt nun, andere Optionen zu erkennen.

Hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, wie du es gemacht hast, dass genau dieser Hund in deinem Leben ist? Was hat Dich an ihm angesprochen? War es sein Äußeres oder vielleicht seine Rasseverhaltenseigenschaften? Oder war es seine Herkunft, dass du vielleicht einem Wesen aus dem Tierheim helfen wolltest? Oder, oder, oder ...?

Es gibt zig verschiedene Motivationsfaktoren, die einen Menschen einen Hund in sein Leben ziehen lassen. Das ist auch völlig normal und in Ordnung. Wichtig zu wissen ist dabei, dass jede spezifische Motivation (sie kommt aus einem Gefühl bzw. Emotion) letztendlich aus dem Wertesystem des Menschen entspringt (z.B. Aussehen, Verhalten, Status, Liebe, Partnerschaft, helfen wollen, Kontrolle haben oder gar Macht ausüben) und sie bestimmt im Wesentlichen die Beziehung zwischen Hund und Halter.

Und da wir Menschen alle unterschiedlich geprägt sind, wird jeder sehr individuell auf seinen Hund zugehen und mit ihm interagieren und gelegentlich führt diese menschliche Denke dazu, dass der Hund kein artgerechtes Leben lebt, weil nicht seine Bedürfnisse, sondern zuvorderst die Bedürfnisse (Werte) seines Menschen bedient werden.

Und dann sind da noch die limitierenden Glaubenssätze, die wir Menschen - zuvorderst von unseren Eltern - mitbekommen haben und die unsere Gefühle und Verhalten ebenso mit bestimmen. Ob wir dadurch im Auge des Hundes verlässlichen und in sich gefestigte Partner für ihn sind, ist gelegentlich zweifelhaft. Der Hund hat zwar keine Ahnung von unseren Gedanken, erkennt aber an unserer Körpersprache, Tonalität, Gerüchen/hormonellen Lage wie wir uns fühlen. Das haben diese Wesen in den letzen 30.000 Jahren gelernt, indem sie uns beobachtet haben. Man darf davon ausgehen, dass ein Hund seinen Menschen besser "lesen" kann, als umgekehrt. 

Darüber hinaus ist es wichtig zu sehen, inwiefern sich der Alltag deines Hundes von dem eines selbstbestimmten Hundes unterscheidet. Denn jede Unterscheidung kann für deinen Hund Stress bedeuten, der sich weiter und weiter aufbaut. Auf dieser Basis entwickeln wir Lösungen, mit denen es möglich ist, diesen Stress zu vermeiden oder wirksam abzubauen. Und meistens führt das auch zu einem stressfreieren Leben des Menschen. Unsere Schicksale sind sehr eng miteinander verwoben. Meist sind wir Menschen diejenigen, die den größten Stressfaktor für den Hund darstellen. Ist ja auch logisch, wir reglementieren den Hund und setzen – auch ohne dass wir es bewusst wollen – die Grenzen in seinem Leben. Bei meinen Expeditionen ins Ausland um Strassenhunde zu studieren, konnte ich erkennen, dass Problemverhalten, so wie wir es in unserer zivilisierten Hundehaltung teilweise kennen, bei diesen Hunden nicht zu finden ist. Daraus sollten wir Menschen unbedingt lernen.

Wenn ein Hund sein Leben selbst bestimmen könnte, macht er immer nur das, was ihn in sein neurologisches und hormonelles Gleichgewicht bringt – er »hört« quasi auf seine Gefühle und Emotionen und handelt bzw. verhält sich entsprechend. Und auch wir Menschen dürfen das wieder erlernen und zu uns finden. Fehlverhalten, wie man sie bei einem Menschen lebenden Hund gelegentlich kennt, würde man nicht feststellen.

Und noch etwas zum nachdenken: Wie konkret sieht das Leben mit deinem Hund aus, wenn du sagen könntest, dass alles prima läuft? Kannst Du Dir diese positive Situation vorstellen?