Lernen von ...

...Menschen

Werde Dir deiner Wirkung bewusst

Wenn Du die vorangegangenen Seiten meiner Homepage studiert hast, wird dir schon so ein Stück klarer geworden sein, dass es im Wesentlichen um den Menschen geht. Der Mensch ist der einflußreichste Faktor im Leben eines Hundes, zu mindestens dann, wenn es sich um einen Hund handelt, der beim Menschen lebt. 

 Es ist nicht mehr bestreitbar, dass Hunde Gefühle und Emotionen haben, welche den Gefühlen und Emotionen des Menschen gleichen, auch wenn unsere vierbeinigen Gefährten diese Gefühle nicht mit Begriffen versehen - sie fühlen einfach und das führt zu Verhalten.

Und wenn du in dich hinein hörst und fühlst und in Kontakt mit dir selbst kommst, wirst du feststellen, dass es bei uns Menschen genauso ist - wir treffen Entscheidungen IMMER aus Emotionen heraus und unsere Emotionen und Gefühle bestimmen unser Verhalten. 

Es spricht viel dafür, dass unsere Haushunde erkennen, wie wir uns fühlen. Sie beobachten uns und erkenne an unserem Verhalten "wie wir drauf sind". Und mit Verhalten ist nicht nur gemeint, dass wir uns z.B. von A nach B bewegen, sondern auch wie wir sprechen, wie wir stehen, wie wir atmen, wie wir riechen, wie unser Pulsschlag ist, wie sich die Hautfarbe und -beschaffenheit darstellt und vieles, vieles mehr. Kurz um - ALLES was mit Dir zusammenhängt, ist oder stammt aus deinem Verhalten. Von deinem Hund wirst du dabei beobachtet und er zieht - wie immer das genau in ihm geschieht - seine Schlüsse daraus. Nicht selten kann ich während meiner Coachings feststellen, dass bei ängstlichen bzw. unsicheren Hunden, auch Angst und Unsicherheit ein sehr bestimmender Gefühlszustand beim Halters ist. Gleiches erlebe ich bei anderen Emotionen. Es gibt zu solchen Korrelationen bereits wissenschaftliche Untersuchungen und man kann davon ausgehen, dass die emotionale Lage des Menschen auf Hunde eine ähnliche Wirkung hat, wie auf Kinder.

Das klingt einerseits weit hergeholt, andererseits darf man sich vor Augen führen, dass der Organismus eines Hundes und auch das Hirn und periphere Nervensystem ganz ähnlich aufgebaut sind, wie die des Menschen. Auch die Hormone, die das Verhalten eines Organismus steuern, sind sowohl im menschlichen als auch hündischen Organismus weitestgehend gleichermaßen zu finden. 

Der Hund verfügt darüber hinaus über die gleichen Wahrnehmungskanäle, mit denen er sich seine Welt „erklärt“. Und diese Sinne nutzt er natürlich auch, um uns wahrzunehmen. Wenn wir letztendlich über Empathie und Lernen durch Beobachten sprechen, so ist das keine Einbahnstraße - dein Hund beobachtet dich GENAU und lernt von Dir permanent und zwar zuvorderst in welchem emotionalen Zustand du dich befindest und was er erwarten kann.

Insofern ist Dein Verhalten nicht außer Acht zu lassen, sondern ein wesentlicher Aspekt. Und wir kommen zu der Frage: Wie entsteht Verhalten - insbesondere DEIN Verhalten? 

Das ist ein sehr komplexes Thema und man möge es mir nachsehen, dass ich es weniger wissenschaftlich angehe, sondern eher pragmatisch umschreibe.

Einige Verhaltensweisen sind genetisch angelegt, z.B. Atmen, Herzschlag, Stoffwechselverhalten und vieles mehr. Man kann auch davon sprechen, dass diese Verhaltensweisen aus dem Unterbewusstsein kommen bzw. unterbewusst gesteuert werden. 

Und dann gibt es Verhalten, die wir erlernt haben, z.B. Sprechen, Gehen, Greifen bis hin zu komplexen Problemlösungsverhalten. Im Wesentlichen erlernen wir diese Verhaltensweisen durch Beobachtung unseres Umfeldes und das Verhalten der Menschen darin. Meist sind das in erster Linie unsere Eltern. Von jenen Menschen schauen wir uns eine Menge ab und übernehmen deren Verhalten, bis hin zu Sprachlichen Formulierungen und daraus resultierenden Denkweisen.

Ein anderer wesentlicher Aspekt neben dem Beobachten unserer Umwelt ist etwas, was ich gern als „Ausprobieren“ oder als „Versuch-Irrtum-Methode“ bezeichne. Wir probieren uns quasi aus und machen Erfahrungen, die dann unser zukünftiges Denken und Verhalten bestimmen. Bei Wölfen und Straßenhunden sind übrigens genau die gleichen Lernprozesse zu bemerken und bei anderen Arten ist es nicht anders.

Am Ende - wobei es streng genommen erst mit dem Tod endet - wird durch diesen Prozess das Gehirn programmiert. Es entstehen Gedanken, Glaubenssätze, Generalisierung und Konditionierungen. Man kann es auch so ausdrücken: Alles, was man tut, hat man vorher gedacht und mit einer Emotion verbunden - wir fühlen quasi permanent. Das muss auch so sein, denn genau das treibt uns an und lässt uns verhalten.

Die Frage dabei ist nur: Welche Qualität haben Deine Gedanken und Gefühle überwiegend?

Die wichtigste Aufgabe als Coach ist, zu erkennen, was im Coachee - also Dir - vorgeht, damit wir im Coaching gemeinsam etwas verändern können. Und deshalb ist das Zuhören und das Beobachten so essentiell wichtig für meine Arbeit. Darin trainiere ich mich permanent, um letztendlich selbst auch immer besser zu werden - sowohl als Coach, als auch als Mensch. Für diesen Prozess nutze ich das Modell von NLP und alles, was ich hier schreibe, habe ich an mir selbst angewendet und mich dadurch selbst weiter entwickelt. Gelegentlich brauchte ich auch selbst schon Coaches, die mich unterstützt haben, denn manche Sachen bedürfen einen Blick von außen.

Wenn Du mal kurz die sachliche Ebene oder auch Inhaltsebene verlässt und in die Gefühlsebene eintauchst, dann wirst du fühlen, was passieren darf - wir verändern Deine Gefühlswelt zum Besseren. Dein Hund wird das beobachten und vor allem fühlen, was ein erster Schritt in deine und seine Verhaltensänderung ist. Darüber hinaus bekommst du von mir Tools und neues Wissen über Hunde ganz nebenbei so vermittelt, dass es Dir auch wirklich, wirklich nutzt und den Veränderungsprozess zum Ziel führt und dein Leben mit deinem Hund zur besten Version werden lässt.