Kommunikation ist immer – seit Anbeginn der Mensch-Hund/Wolf-Beziehung

Immer sind wir in Kommunikation mit unserer Umwelt: Unsere Gedanken, unsere Körpersprache und unser Verhalten stehen im Zusammenhang und haben Auswirkungen auf unsere Umwelt – insbesondere auch auf unsere Hunde. Um dies ein wenig zu erläutern, möchte ich euch mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart.


Als der Wolf zu uns kam

Vor mehreren zehntausend Jahren sind die Wölfe in unser Leben gekommen. Sie haben uns begleitet bei der Jagd und im Kampf und wir setzten sie als Bewacher zum Schutz vor Fremden ein. Die älteste DNA eines Wolfsschädels mit hundetypischen (Domestikations-)Merkmalen wurde 1975 gefunden: Mittels Radiokohlenstoffdatierung konnte er auf ein Alter von etwa 33.000 Jahren bestimmt werden (siehe auch Artikel). Also verdammt lang her …

 

Die Gefühlswelt unserer Vorfahren und das limbische System

Ich stelle mir folgende Fragen: Wie war die Gefühlswelt unserer Vorfahren in Situationen der Jagd und des Kampfes? Was kommunizierten sie mit ihrer Körpersprache? Sicher waren sie angespannt, aggressiv und fokussiert. Und warum setzten sie Caniden (Hundeartige) als Bewacher ein, wenn nicht aus Angst? Verantwortlich für die Steuerung von Emotionen ist u.a. das limbische System, auch Säugerhirn genannt (da es Teil des Gehirns aller Säugetiere ist). Dabei waren Aggression und Angst für unsere Vorfahren überlebenswichtig.

 

Der moderne Mensch – zwischen Ratio und Emotio

Doch wie steht es um das limbische System des modernen Menschen? Wie stark sind wir heute durch Emotionen wie Aggression und Angst bestimmt, wo wir in der zivilisierten Welt – rational betrachtet – doch eigentlich weder aggressiv sein noch Angst haben müssen, um zu überleben. Ich glaube, wir werden nach wie vor sehr, sehr stark dadurch beeinflusst – selbstverständlich in Abhängigkeit der Persönlichkeit –, denn der Mensch ist eben kein rein rationales Wesen.

 

Der Hund – Spiegel unserer Seele

Meine These ist, dass unsere Hunde unsere Emotionen erkennen an Tonalität, Körpersprache usw. – und darauf reagieren, unsere Emotionen spiegeln und/oder dies durch angesteckten Verhalten. Schließlich haben sie es doch über Jahrtausende gelernt. Übrigens: Auch das Lernen durch Nachahmung wird im Limbischen System/Säugerhirn verortet (siehe hier: Das limbische System oder das Säugerhirn)

 

Wer mit sich selbst besser umgeht, transportiert dies auch auf den Hund

Nach meiner Wahrnehmung werden wir Menschen uns unserer Emotionen (und ihrer Wirkung) immer bewusster. Durch die Medien gehen verstärkt Begriffe wie „Achtsamkeit“, „Bewusstsein“, „Ruhe/Stille“, „(Selbst-)Wahrnehmung“ und vieles mehr, was man damit in Verbindung bringen kann. Ich verstehe das so, dass wir im Innen besser mit uns selbst umgehenund dadurch im Außen eine andere Welt kreieren. Und wenn wir die innere Einstellung ändern, Aggression sowie Angst reduzieren und an dessen Stelle Liebe etablieren, hat das Wirkung auf unser Verhalten und damit auch auf unsere Hunde.

 

Zeigt Dir Dein Hund an, dass etwas im Argen liegt?Dann melde Dich doch einfach mal bei mir! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dein Hund dagegen schon ;-)